+++ Gentrifizierung in Kreuzberg. Der schnöde Bäcker soll einem stylischen weichen

von Reinhart Bünger und Rahel Willhardt, Christine Siedler (Verlag Der Tagesspiegel GmbH): […] „Ändert sich die Anwohnerstruktur, kommen mit einer gewissen Zeitverzögerung auch andere Läden“, beobachtet Stephan Grupe, Einzelhandelsmakler in Berlin. Häuser werden saniert, Mieten steigen und mit ihnen hält eine lebensstilorientiertere Klientel Einzug. Irgendwann spiegelt sich dieser Wandel auch im Ladenbesatz wider. Was nicht heißt, dass es den anatolischen Gemüsehändler nicht mehr gibt. […] Dass Vermieter just die Gewerbemieten rasant erhöhen, hat auch pragmatische Gründe. Sie finanzieren zu großen Teilen den Objekterhalt, seit die Steigerung der Wohnmieten ausgebremst wurden. „Die Hauptmiete kommt aus dem Erdgeschoss“, sagt Grupe. Eine gewerbliche Mietpreisbremse wäre so ziemlich das Schlimmste, was die Politik verordnen könne. […] „Alte Cafés und Läden sind wichtig, um die Straßen bunt zu halten. Die Mischung macht’s – auch um bei Shoppingcentern und beim Internethandel gegenzuhalten.“ Selbst ein kommerzielles Shoppingcenter wie das Bikini Berlin hat sich deshalb etwas Kiez ins Kaufhaus geholt: die sogenannten Pop-up-Stores im Erdgeschoss. […]


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